London

Tagebuch Rio de Janeiro

Neuseeland

von Ralph und Thorsten Bräumer
23. März – 25. März 2001



Nach einem sehr unruhigen Flug mit vielen Turbulenzen (achterbahnmäßig) erreichen wir um 7:15h die größte Stadt Südamerikas, . Nach einem 45-minütigen Stopp geht es weiter Richtung Rio de Janeiro, wo wir um 8:20h sicher landen und unser Gepäck zum ersten Mal wieder sehen. Kaum angekommen, hängt sich gleich ein Taxischlepper an uns dran. Am Taxistand stellt sich dann heraus, dass die Fahrt zum Hotel $80 kosten soll. Wir bedanken uns für die Zeitverschwendung und suchen den Taxischalter im Flughafengebäude auf, wo wir ein „Radio-Taxi" (eines der sichersten in Rio) für $42 nehmen. Der Fahrer muss unterwegs allerdings den Motor abkühlen, bevor wir unser Hotel Atlântico Copacabana erreichen, welches nur wenige Blocks vom Strand entfernt liegt. Wir bekommen ein luxuriöses 3-Bett-Zimmer im 12. Stock mit Klimaanlage, Kühlschrank, Fernseher, Safe und Minibar - natürlich zum gleichen Preis wie bei unserer Internetbuchung. Nach einer Dusche flanieren wir bei drückender Hitze entlang der , wo wir Bekanntschaft mit zwei freizügigen Mädels machen, die unbedingt ein Foto von uns schießen wollen - mit unseren Kameras, versteht sich. Auch sonst ist die Copacabana ein heißes Pflaster, und man hat als Tourist allen Grund, sich unsicher und beobachtet zu fühlen. Am Nachmittag arrangiert unser Hotelier René extra für uns eine Tour zum . Auf einer Höhe von 704m steht dort majestätisch das berühmteste Wahrzeichen Rios, die 30m hohe , zu der eine Treppe mit 225 Stufen hinaufführt. Von hier bietet sich ein atemberaubender Blick auf den und die Stadt selbst.

Heute morgen schlemmen wir zunächst am riesigen Frühstücksbüfett. Danach nehmen wir den Rio-City-Bus zum Botanischen Garten. Dieser Touristenbus gilt als relativ sicher, da stets ein Polizist mit an Bord ist. Durch eine Allee mit 30m hohen geht es vorbei an , Bromelien und Orchideen. Mit dem City-Bus fahren wir weiter in das Zentrum Rios und besichtigen die Benediktinerkirche , die futuristische Kathedrale und das Viadukt , auf dem Rios Stadtbahn La Bonde verkehrt. Über die mosaikverzierte Treppe laufen wir zurück zur Metrostation und fahren in den Stadtteil Botofogo, um zum Zuckerhut zu gelangen. Als wir am Fuße des Zuckerhuts angekommen sind, ist es leider schon dunkel – hmmm, auf der Karte sah das viel näher aus. Wir entschließen uns, mit dem Citybus zurück zum Hotel zu fahren und morgen in aller Frühe die Gondel auf den Zuckerhut zu nehmen. Abendessen im Pizza-Imbiss ums Quadrat.

Heute um 12:35h geht unser Flug nach Buenos Aires. Wir sind schon um 6:00h aufgestanden, denn ein Rio-Besuch, ohne einmal oben auf dem Zuckerhut gewesen zu sein, käme einer mittleren Katastrophe gleich. Mit dem Taxi lassen wir uns zur 4km entfernten Talstation bringen und fahren mit der ersten Gondel um 8:00h hinauf auf den . Ein unvergessliches Erlebnis ist die Aussicht auf die , die und die einzelnen Ortsteile Rios. Wir laufen die Rampa Joven entlang, einen Weg, der rund um den Zuckerhut führt. Von dort bieten sich wunderschöne Ausblicke auf die Guanabara-Bucht. Mit der zurück, nehmen wir schnell ein Taxi zum Hotel, wo wir unverzüglich auschecken und per Radio-Taxi zum Flughafen fahren - diesmal zum Glück ohne Zwischenfälle. Wir würden in dieser faszinierenden Metropole gerne noch länger bleiben, doch Neuseeland wartet auf uns. Mit Varig Brasil fliegen wir zunächst Transit nach Buenos Aires. Ein Flug, den wir nie vergessen werden: zum ersten Mal dürfen wir in einem Luftloch den freien Fall erleben, bei dem sämtliches Gepäck durch die Maschine fliegt. Um 15:20h betreten wir argentinischen Boden. Angesichts der teuren Taxifahrt in die City, dem fortgeschrittenen Nachmittag und auch den Schreck von London noch im Nacken beschließen wir, die Zeit im totzuschlagen. Die langen 10 Stunden bis zum Abflug um 1:20h verbringen wir mit Postkartenschreiben und herumspazieren.

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